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Ötzi in der Ausstellung
Die Südtiroler Landesregierung war sich der Bedeutung des Fundes bewusst und beschloss, die Mumie – nach der mehrjährigen Verwahrung und Erforschung am Institut für Anatomie der Universität in Innsbruck in einem musealen Kontext der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
In Bezug auf die öffentlich diskutierte Frage, ob die Leiche nach Abschluss der archäologischen, anthropologischen und medizinischen Untersuchungen beerdigt werden sollte, war damit zugunsten ihrer Konservierung und Exposition entschieden worden.
Der Fund sollte bestmöglich erhalten an die Nachwelt weitergegeben werden, und zugleich dem interessierten Publikum zugänglich sein.
Parallel dazu sollte die Forschungsarbeit am Körper fortgesetzt werden.Die Mumie selbst befindet sich heute fast versteckt in einem apsidenartigen, abgedunkelten Raum und kann durch ein Fenster betrachtet werden, an dem die BesucherInnen nacheinander vorbeiziehen. Das nur 40x40 cm große Schaufenster in die Kühlzelle von Ötzi folgt in erster Linie konservatorischen Vorgaben, da bei einer größeren Öffnung die Klimaschwankungen zu stark würden.
Mit dieser abgeschirmten Ausstellungssituation wollten die Gestalter auch ethischen Anforderungen nach einer Art "Intimsphäre" für die Mumie gerecht werden.


