Hauptinhalt
Das Beil
Der herausragendste Ausrüstungsgegenstand des Mannes aus dem Eis ist das Beil.
Die sorgfältig geglättete Knieholmschäftung ist rund 60 cm lang und besteht aus Eibenholz. Aus dem Holmkopf ragt die Schäftungsvorrichtung heraus, in der die Beilklinge mit Birkenteer befestigt war. Zur optimalen Verankerung der Klinge war der Schaft zusätzlich mit schmalen Lederstreifen umwickelt.
Die 9,5 cm lange, trapezförmige Klinge ist aus fast reinem Kupfer gearbeitet. Die niedrigen Randleisten sind durch das Kalthämmern nach dem Guss entstanden. Sie ermöglichten eine bessere Fixierung der Klinge in der Schäftung. Die Schneide zeigt eindeutige Gebrauchsspuren. Die niedrigen Randleisten sind durch das Kalthämmern nach dem Guss entstanden. Sie ermöglichten eine bessere Fixierung der Klinge in der Schäftung. Die Schneide zeigt eindeutige Gebrauchsspuren.
Experimentalarchäologische Versuche haben bewiesen, dass das Beil zum Fällen von Bäumen vorzüglich geeignet war. Ein Eibenstamm konnte, ohne die Klinge durch Dengeln nachschärfen zu müssen, in ca. 35 Minuten gefällt werden.
Die Axt kann also nicht als reines Rangabzeichen angesehen werden. Festgehalten werden muss aber, dass kupferne Beilklingen in der Zeit um 3000 v.Chr. ein Statussymbol waren und auch als Waffen eingeschätzt werden müssen. Dies könnte den Mann aus dem Eis auch als Anführer oder Krieger erscheinen lassen.


