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Kupfer, ein kostbares Metall
Die Zentralalpen, vor allem das heutige Tirol (Österreich) und das Trentino (Italien) sind reich an Kupfererzen, die dort bereits in der ausgehenden Jungsteinzeit abgebaut wurden. Das aus dem Fels gebrochene, zermahlte und geröstete Erz wurde in Öfen bei über 1000° C geschmolzen. Die hohe Verhüttungstemperatur wurde durch das Verbrennen von Holzkohle und durch Luftzufuhr mittels Blasebälgen erreicht. Als Abfallprodukt des Schmelzvorgangs entstand viel Schlacke. Nach mehreren Schmelzvorgängen gewann man runde Kupfergusskuchen.
Kupfergusskuchen und Kupferbarren wurden in die Siedlungen gebracht oder auf dem Tauschweg weiter gehandelt. In den Siedlungen schmolz man die Kuchen und Barren wieder in Gusstiegeln ein. Das flüssige Kupfer goss man schließlich in Gussformen aus Stein oder Ton zu Waffen, Schmuck und zu Geräten des täglichen Gebrauchs.
Aus hartem Stein flüssiges Metall zu produzieren, das zu wertvollen Gegenständen geformt werden konnte, musste auf die damaligen Menschen wie Zauberei gewirkt haben. Aus diesem Grund dürften die Schmelzer und Gießer eine besondere Rolle in der Gesellschaft eingenommen haben.


